Weinlese startet so zeitig wie nie

Foto: Reife Weintrauben ©Annamartha / pixelio.de.

Weinmanufaktur Gengenbach-Offenburg holt die ersten Trauben in Zell-Weierbach ein.

Gengenbach, August 2018 (lifePR) – So früh wie noch nie hat die Weinlese der Weinmanufaktur Gengenbach-Offenburg begonnen. Im 23 Ar großen Rebstück „Palmert“ von Vorstandsmitglied Reiner End wurden am Montag 5000 Kilogramm Findling-Trauben von bester Qualität und einem Mostgewicht von 71 Öchsle gelesen. Die Hauptlese beginnt eine Woche später.

Damit startet die Weinlese elf Tage früher als im vergangenen Jahr. Die gestrige Erntemenge ist dreimal so groß wie im vergangenen Jahr und kann somit wieder an die Jahre davor anknüpfen. Vor allem die lang anhaltende Trockenheit setzt den Reben zu. In Zell-Weierbach wurden deshalb zwei Wasserentnahmestellen aktiviert, aus denen besonders gestresste Rebanlagen bewässert werden können. „Die Trockenheit ist ausgeprägter als im Jahr 2003“, betont der Geschäftsführer der Weinmanufaktur Christian Gehring. Besonders Junganlagen und die Urgesteinsböden mit wenig Bodenauflage haben sehr unter der Wasserknappheit zu leiden, verdeutlicht der stellvertretende Vorstandsvorsitzende, Reiner End. Doch wurde die letzten Wochen auch deutlich, wie gut die Reben mit Trockenheit umgehen können. So sind die Reben trotz anhaltender Trockenheit die wenigen grünen Pflanzen in der Landschaft. Der Jahrgang wird sich differenziert darstellen. Die Rotweine werden die klaren Gewinner sein. Hier sind farbintensive und kräftige Weine zu erwarten. Bei den Weißweinen werden der optimale Lesezeitpunkt und das Können der Kellermeister entscheidend sein, um trotz den tendenziell höheren Öchslegraden noch leichte und frische Weine zu bekommen. Die Winzer wünschen sich einen gemäßigten Regen und vor allem kühlere Nächte.

Insgesamt wird die Weinmanufaktur Gengenbach-Offenburg 60 000 Liter als Neuen Wein vermarkten. Der neue Wein wird in den Vinotheken offen verkauft. Wenn die Hauptlese eine Woche später beginnt, kommen die ersten Flaschen, gefüllt mit Federweißem, zeitnah in den Handel. Sie haben übrigens einen besonderen Verschluss mit einer Sicherung wegen des Gärprozesses.

Der Betrieb blickt auf ein gutes Geschäftsjahr 2017/2018. Es schließt mit einem Umsatzplus von rund fünf Prozent ab. In der Menge ist man in etwa konstant geblieben. Freude herrscht derzeit über die Produkteinführung der „Glücksfeder“, einer neuen Wein-Serie, die für leichten Weingenuss steht. Innerhalb vier Wochen sind bereits 20 000 Flaschen im Handel verkauft worden. Die Reaktionen beim Verbraucher stimmen das Team bei der Weinmanufaktur sehr positiv. „Das ist eine unserer größten Glanzleistungen im Vertrieb“, lobt Geschäftsführer Gehring seine Mannschaft. „Es wird auch in der Kundschaft über dieses Produkt gesprochen.“

„Auch wenn wir wohl bald eine der kleinsten Winzergenossenschaften der Ortenau sein werden, sind wir durch unser Qualitätsbewusstsein und unsere Regionalität bestens auf die Zukunft vorbereitet“, bemerkt Gehring selbstbewusst. Außerdem sieht Gehring den genossenschaftlichen Leitgedanken aktueller denn je: „ Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele gemeinsam“. Wünschen würde sich Gehring, dass noch mehr Konsumenten die Regionalität der Weine wichtig ist. Damit ist immer auch die Wertschätzung gegenüber den vielen Winzern ausgedrückt, die mit ihrer Arbeit die Ortenau zu dem machen was sie ist: ein Weinparadies.

Während im Weinkeller bereits die Traubenpresse läuft und die frische Lese verarbeitet wird, traf sich die Helfermannschaft zu einem zünftigen Vesper im Weinberg.

Kontakt:
Weinmanufaktur Gengenbach-Offenburg eG

Am Winzerkeller 2
D-77723 Gengenbach