bonvinitas-König 2018: Weingut Robert und Manfred Aufricht – Bester Winzer 2018 der bonvinitas Weinbewertungen, 2. Platz: Auggener Schäf

Foto: Weinrebe ©E. Kopp/ pixelio.de.

(lifePR) (Stetten bei Meersburg, Dezember 2018) Zum bonvinitas-König 2018, als bester der bonvinitas Weinbewertungen, erkoren wurde das Weingut Robert und Manfred Aufricht in Meersburg-Stetten am Bodensee. Das bekannte online Weinjournal bonvinitas veranstaltet mehrmals jährlich Wein-Blindbewertungen durch externe Fachleute und Weinfreunde. Bewertet wird im 100-Punkte System. Die Kriterien für die bonvinitas-Könige auf Basis aller pro Jahr eingereichten Weine lauten: Mindestens vier Weine mit 89 und mehr Punkten sowie im Durchschnitt aller Weine mindestens 89 Punkte.

92 Punkte im Durchschnitt erzielten die Gebrüder Aufricht und lagen damit 2018 an der Spitze. Insbesondere überzeugten die Prüfer der 2017 Sauvignon Blanc trocken, der mit 95 Punkten bewertet wurde, sowie der 2015 Spätburgunder Rotwein trocken „drei Lilien“ mit 93 Punkten.

Ansehnliche 40 Hektar Reben bewirtschaftet das Weingut, die meisten gut arrondiert vom Seeufer aufsteigend um das freiliegende Gut. Die Besonderheiten bilden das „Seeklima“ sowie die Böden. Zwei bis drei Meter dicker Lehm ruht auf Endmoränen, Hinterlassenschaften des Eiszeitgletschers, der einst den Bodensee bildete. Der Untergrund besteht daher aus Moränenschotter mit vielen rundgeschliffenen Steinen, die der Gletscher geformt hat, ein lockeres Gebilde mit hohem Kalkgehalt. Schließlich kam der Gletscher aus den Kalkalpen. „Ein Terroir, das für Reben einfach ideal ist, dort können sie extrem tief wurzeln, finden alle nötigen Mineralien und bekommen nie nasse Füße, weil der Moränenschotter überschüssiges Wasser ablaufen lässt“, erklärt Manfred Aufricht. Diese Weinbau-Konstellation auf diesen Drumlins, wie solche Eiszeithügel im Fachjargon heißen, ist einmalig in Deutschland. Hinzu kommt, dass ein Teil der Weinberge bis 500 m Höhe aufsteigt, was dazu führt, dass die Trauben auf Grund des warmen Seeklimas gut reifen, die Weine jedoch nicht zu schwer werden.

Den zweiten Platz belegte der Winzerkeller Auggener Schäf mit durchschnittlich 91 Punkten. Je 93 stolze Punkte erzielten der 2017 Chardonnay Kabinett trocken sowie die 2017 Weisser Burgunder Spätlese trocken. Die Auggener Reben wachsen in der wärmsten Ecke Deutschlands, die sich im äußersten Süd-Westen zwischen dem Schwarzwald, der französischen Grenze und der nahen Schweiz erstreckt. Neben Spät-, Weiß- und Grauburgunder sowie Chardonnay steht in Auggen vor allem Gutedel im Vordergrund, international unter Chasselas bekannt. Weiter wird in Auggen die pilzresistentere Rotweinsorte Regent angebaut, die weniger Schädlingsbekämpfung benötigt.

Auf den weiteren Plätzen folgen das VDP Bioweingut Schlossgut Hohenbeilstein sowie das Weingut Amalienhof, beide in Württemberg. VDP steht für den „Verband Deutscher Prädikatsweingüter“, der eine eigene und strengere Qualitätspyramide als die gesetzliche für seine Mitglieder vorsieht.