Auftakt zur Weinlese in Baden – 3000 Liter neuer Wein aus der Lage „Zeller Abtsberg“ kommen auf den Markt

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Foto: Weinberg ©Julien Christ/ pixelio.de.
Foto: Weinberg ©Julien Christ/ pixelio.de.
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(lifePR) ( Gengenbach, ). Die Weinfreunde dürfen sich auf den ersten neuen Wein freuen. Am Donnerstag hat die Weinmanufaktur Gengenbach-Offenburg als eine der Ersten in Baden mit der Weinlese begonnen. In der Lage „Zeller Abtsberg“ in Offenburg-Zell-Weierbach wurden im 23 Ar großen Rebstück „Palmert“ rund 2500 Kilogramm der Rebsorte Findling geerntet.

Der „Federweiße“ aus dem Offenburger Rebland ist ab Samstag in der Abtsberg Vinothek in Zell-Weierbach und ab nächster Woche im gut sortierten Handel erhältlich. „Wir haben sehr schöne Trauben an den Rebstöcken, kaum Trockenstress und keine Frostschäden“, berichtete Vorstandsmitglied Reiner End in seinem Weinberg. Die Vegetation ist übers ganze Jahr gesehen 14 Tage früher dran. Außer im März – da hatte man die meisten Frosttage des vergangenen Winters zu verzeichnen. Anfang April setzte dann eine rasante Entwicklung der Reben ein, die allerdings Mitte April durch erneuten Frost gedämpft wurde. Rund 80 Oechsle zeigte das Traubengut für den Findling im Refraktometer an. Die geerntete Menge betrug 4000 Kilo, was rund 3000 Litern Federweißer geben wird. „Die Vegetation ist ähnlich der im Jahr 2003 oder 2018. Die Erträge sind deutlich besser als im Vorjahr“, erläuterte Reiner End vor der Presse. „Im Keller haben wir dank entsprechender Kapazitäten genügend Platz für den neuen Jahrgang.“

Die Hauptlese für die „Weine mit Herz und Hand“ aus der Weinmanufaktur Gengenbach-Offenburg beginnt in der ersten Septemberwoche mit den Sorten Grauburgunder, Spätburgunder Rosé und die Sekt-Grundweine. Die Weißweine werden früher geerntet, damit sie einen gemäßigten Alkoholgehalt haben. „Die roten Sorten dürfen warten bis sie voll reif sind.“ Die Weißweine aber sollen jung, frisch, filigran und fruchtig sein. Die Kurve der Fruchtaromen bietet im ersten Jahr der Reifeentwicklung das Optimum. Primäraromen wie Zitrus, Pfirsich, Maracuja sind dann zu schmecken. „Das liebt der Verbraucher“, weiß Florian Streif, Leiter Direktvertrieb und Marketing. „Unsere Linie „Glücksfeder“ steht genau für diesen frischen und insbesondere fruchtigen Weingenuss.

Auch bei der Weinmanufaktur ist der Absatz Corona bedingt deutlich zurückgegangen. Bis Mitte März blickte der Betrieb auf einen sehr guten Geschäftsverlauf. „Aktuell können wir wieder am Vorjahr anknüpfen“, sagte Streif. Und dies trotz eines zeitweisen Totalausfalls einer der wichtigsten Kundengruppen, der Gastronomie. Aktuell beschäftigt sich das Team der Weinmanufaktur mit dem Thema Veranstaltungen und Weinfeste. „Wir werden dieses Jahr wahrscheinlich keine entsprechenden Feste mehr ausrichten und beliefern können.“ Dennoch blickt die Weinmanufaktur optimistisch in die Zukunft. Mit den neu gestalteten Wein- und Sektlinien, Glücksfeder und Klassik kann über die Direktvermarktung sowie über den Lebensmittel- und Weinfachhandel einiges an Ausfällen kompensiert werden. „Neu planen wir dieses Jahr unter dem Namen „Glücksfeder Primeur“ einen ganz jungen und außergewöhnlichen Wein auf den Markt zu bringen. Dieser soll ab Anfang November bis zum Jahresende verfügbar sein und den Einstieg in den neuen Jahrgang bieten“, kündigt Florian Streif an. Auch will man Anfang September während dem Herbst ein Wein-Picknick in Gengenbach am Winzerkeller anbieten. An Sonntagen sollen Einheimische und Urlaubsgäste die Möglichkeit haben, Weine zu verkosten und zu erwerben.

Mit einem zünftigen Vesper im Weinberg besiegelten die rund 20 Erntehelferinnen und Erntehelfer ihren ersten Einsatz für den Jahrgang 2020. Abschließend richteten die Winzer einen Appell an die Verbraucher, die Weine von hier zu kaufen. Denn sie sichern langfristig die Existenzen der Winzerbetriebe und den Erhalt der einzigartigen Kulturlandschaft in der Vorbergzone.