Weihnachtsstimmung im August – Lebkuchen-Backstart im Fichtelgebirge

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Foto: Zutaten Lebkuchen © Lebkuchenmanufaktur Rosner in Waldsassen.
Foto: Zutaten Lebkuchen © Lebkuchenmanufaktur Rosner in Waldsassen.
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Fichtelberg/München, August 2018. Der Countdown läuft: In vier Monaten ist Weihnachten. Während andernorts noch der Eisverkauf Hochkonjunktur hat, startet im Fichtelgebirge bereits jetzt die offizielle Lebkuchenzeit. Damit die Regale rechtzeitig wieder mit dem süßen „Exportschlager“ gefüllt sind, legen die traditionellen Lebkuchenmanufakturen Leupold, Hatzel und Rosner im August mit der Produktion los. Dabei überrascht die Lebkuchenregion nicht nur mit ausgefallenen Kreationen und deftigen Alternativen, sondern lädt Interessierte auch zum Mitmachen in die Backstuben ein.

Traditionshandwerk zum Schlemmen und Mitmachen
In den Familienbetrieben in Arzberg und Selb sowie in der Manufaktur Leupold in Weißenstadt werden seit über 100 Jahren die geheimen Rezepturen gehütet und immer wieder neue Kreationen entwickelt. Auch in der bereits 1928 von Lorenz Hatzel gegründeten Lebkuchen-Konditorei Hatzel in Selb werden in mittlerweile dritter Generation die eigenen Lebkuchen nach altem Familienrezept und in reiner Handarbeit hergestellt. In der Lebkuchenmanufaktur Rosner in Waldsassen werfen angemeldete Gruppen bei der Herstellung des beliebten Weihnachtsgebäcks einen Blick hinter die Kulissen des Traditionsbetriebes. Bei einer Tasse Kaffee und kleinen Kostproben, schauen die Teilnehmer den Profis über die Schulter, während sie ihre begehrten Qualitätslebkuchen produzieren.

Süß oder salzig?
Mit Schokoladenglasur, Zuckerguss oder naturbelassen – so kennen die meisten das würzige Gebäck. Die typische Küche im Fichtelgebirge zeigt aber genussvoll, dass der Lebkuchen noch viel mehr kann: Leupold Lebkuchen Manufaktur in Weißenstadt stellt nicht nur seit über 100 Jahren die international bekannten Lebkuchen-Klassiker her, auch der würzige Soßenkuchen für die traditionell fränkische Sauerbratensoße entstammt einer alten Familien-Rezeptur und verleiht dem Braten seinen unverkennbaren Geschmack. Bei einer Gruppenverkostung, wahlweise in Kombination mit einem informativen Vortrag rund um die Anfänge, Entwicklung und Produktionsschritte der Lebkuchen, tauchen Interessierte mit allen Sinnen in die Geschichte des Weihnachtsgebäcks ein. Nähere Informationen gibt es unter +49 (0) 9253890 oder pema@pema.de.

Rezept für original fränkische Lebkuchensoße zu Wild, Rinder- oder Ochsenbrust
Zutaten:
1 Liter Fleischbrühe
2-3 Lorbeerblätter
4-5 Wacholderbeeren
125 ml Essig
3 EL Zucker
1 Schuss Rotwein
1 Stück Soßenkuchen
Wahlweise Zwiebel und Karotten

Zubereitung:
Das Fleisch etwa zwei bis drei Tage vorher mit Essig, Lorbeer und Wacholder beizen. Den Sud mit Zwiebeln, Karotten und anderem Wurzelwerk würzen und unter Zugabe von Lorbeer und Wacholder nach Geschmack reduzieren. Fleisch mit ein wenig Beize behutsam schmoren lassen, bei Bedarf ab und zu etwas Beize nachgeben. Den Soßenkuchen klein schneiden, in Rotwein einweichen und an den Sud geben. Alles durch ein Sieb passieren, die Soße nochmals aufkochen lassen und mit etwas Zucker abschmecken.

Weitere Informationen gibt es bei der Tourismuszentrale Fichtelgebirge e.V. unter +49 (0) 9272-96903-0 oder auf www.tz-fichtelgebirge.de. Weitere News, Bilder und Videos auf Facebook, Instagram und Twitter.