Beerenhunger – Sommerfrüchte ideal für gesundes Naschen – KKH: Heimische Beeren stecken voller Vitamine

0
14062
Foto: Brombeeren - Quelle: KKH.
Foto: Brombeeren - Quelle: KKH.
article inline
 
 
 

Schwerin, Juni 2018. Wer genießt es nicht, daheim oder am Urlaubsort über Wochenmärkte zu schlendern und die bunten Stände zu betrachten? In der Sommerzeit ist das Angebot an schmackhaften Früchten besonders üppig. Ronny Schomann vom KKH-Serviceteam der KKH Kaufmännische Krankenkasse in Schwerin rät, in diesen Wochen den Speiseplan mit heimischen Beerenfrüchten zu bereichern. „Sie enthalten neben lebenswichtigen Vitaminen, Mineral- und Ballaststoffen auch sekundäre Pflanzenstoffe. Diese stärken Herz und Kreislauf, die Gefäße und das Immunsystem und wirken entzündungshemmend sowie Blutdruck regulierend.“

  • Diesen roten, süßen Früchtchen kann momentan keiner widerstehen: Erdbeeren. Mit lediglich 0,3 Gramm Fett pro 100 Gramm sind Erdbeeren ein absoluter Figurschmeichler. Und auch die übrigen Inhaltstoffe sind gesundheitsfördernd. Neben reichlich Vitamin C punktet die Erdbeere mit wichtigen Mineralstoffen wie Eisen, Kalzium und Zink. Allerdings sollte man Wert auf die heimische Freiland-Erdbeere setzen, die auf deutschen Böden geerntet wird und bis in den August hinein Saison hat. Früchte, die von Herbst bis Frühjahr angeboten werden, kommen meist aus Ägypten oder Südeuropa und sind oftmals mit Pflanzenschutzmitteln behandelt. „Diese Chemikalien schützen die Erdbeeren vor Schädlingen und Schimmelbefall, sind jedoch für unsere Gesundheit bedenklich“, sagt Schomann.
  • Ein echter Geheimtipp: Johannisbeeren, speziell schwarze Johannisbeeren. Mit rund 180 mg pro 100 g steckt in ihnen der höchste Vitamin C-Gehalt unter den einheimischen Obstsorten. Das wohl bekannteste unter den Vitaminen schützt vor Zellschädigungen. Zum Vergleich: Eine Zitrone kommt auf 50 mg Vitamin C pro 100 g. Der hohe Anteil an Ballaststoffen in Johannisbeeren fördert eine gute Verdauung, die enthaltenen B-Vitamine sorgen für Energie und stärken Herz sowie Nerven.
  • Wegen ihres Aromas vor allem auch bei Kindern beliebt: Himbeeren, reich an Mineralstoffen. Die Lieferanten von Calcium, Eisen, Kalium, Magnesium und Phosphor unterstützen die Knochenbildung und -stabilisierung, wirken entzündungshemmend sowie blutbildend.
  • Zu den Power-Paketen zählen auch Brombeeren. Erwähnenswert: ihr Gehalt an Ellagsäure. Diese kann dem Körper im Kampf gegen Bakterien helfen und stoppt die Teilung von Krebszellen, wie in Tierversuchen nachgewiesen. Brombeeren haben auch viel Provitamin A, das in Vitamin A gespaltet werden kann und eine Schutzfunktion bietet, indem es die Produktion von Abwehrzellen anregt und so die Immunabwehr steigert.
  • Auch von Heidel- oder Blaubeeren sollten Obstliebhaber ruhig mehr essen. Sie stehen in der Rangliste der Sommerfrüchte mit niedrigem Zuckergehalt mit ganz oben. Wertvoll zudem ihr Gehalt an Pektin, das den Cholesterinspiegel senkt, die Darmtätigkeit anregt und beim Abnehmen hilft.

Beerenfrüchte fördern die schlanke Linie. Wer 150 Gramm davon nascht, nimmt im Schnitt nur 50 Kilokalorien zu sich. Beim Einkauf auf pralle Früchte achten. „Da Beeren empfindlich sind und schnell verderben, sollten sie schonend und rasch verarbeitet werden“, empfiehlt Schomann, „je frischer, desto besser, da dann ihr Nährwert am höchsten ist.“

Ob in Aufläufen, Desserts, Säften, Kuchen oder Marmeladen: Beerenfrüchte sind vielfältig verwendbar.

Rezept-Tipp von Ronny Schomann für einen Beeren-Smoothie – fix zubereitet und gesund: 300 g frische Beeren nach Wahl und ein bis zwei reife Bananen mit 500 ml Joghurt pur (1,5 % Fett), einem Päckchen Vanillezucker und etwas Honig pürieren, bis eine homogene Masse entsteht. In Gläser füllen und mit frischer Minze dekorieren, fertig ist ein köstlicher Sommerdrink!